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Geld ist für Grundschulen Glückssache

Geld ist für Grundschulen GlückssacheHamburg gibt am meisten für seine Grundschüler aus, NRW ist Schlusslicht, zeigt ein Gutachten. Bildungsökonomen fordern daher: Schule dürfe nicht allein Ländersache sein.

21. 7. 2016

Bei Finanzierung und Ausstattung der Grundschulen gibt es bundesweit große Unterschiede. Während der Stadtstaat Hamburg 8.700 Euro pro Schüler und Jahr ausgibt, sind es im Schlusslicht Nordrhein-Westfalen lediglich 4.800 Euro, wie aus einem veröffentlichten Gutachten des Bildungsökonomen Klaus Klemm hervorgeht.

Im Schnitt geben die 16 Bundesländer an den öffentlichen Grundschulen 5.600 Euro (Jahr 2013) aus, deutlich weniger als für die Sekundarstufe I (5.900) und Sekundarstufe II (7.700 Euro). Ein Grundschulkind erhält mit durchschnittlich rund 24 Wochenpflichtstunden erheblich weniger Lernzeit als Heranwachsende in den weiterführenden Schulen (31 Stunden). Die Bildungsausgaben für öffentliche Schulen setzen sich aus Ausgaben für das Personal im Bildungsbereich – also  überwiegend  für  die  Lehrkräfte –,  Ausgaben  für  den  laufenden Sachaufwand  – überwiegend  für  Lehr- und  Lernmittel,  sowie  aus  Ausgaben  für  Investitionen – vor  allem  Schulbauten – zusammen. 

International liegt Deutschland laut Gutachten bei den Ausgaben für die Grundschulen im OECD-Durchschnitt hinter den USA, Großbritannien, Schweden und auch der Schweiz und Österreich. In anderen OECD-Staaten erhalten Kinder im Schnitt während der ersten vier Schuljahre mit 3.000 Zeitstunden auch mehr Unterricht als in Deutschland mit gut 2.800 Stunden.

Laut der Studie gibt es nicht nur zwischen, sondern auch innerhalb der Bundesländer große Unterschiede. Einige Grundschulen seien deutlich schlechter aufgestellt als andere.

Quelle: zeit.de

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